Cry Out For Love (Rezension)

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© Coverrechte: Egmont Manga und Anime

 

 

 

Titel: Cry out for love
Originaltitel: Sekai no chûshin de ai wo sakebu
Autor: Kyoichi Katayama (Autor), Kazui Kazumi (Zeichnungen)
Bände: 1
Japanischer Verlag: Shogakukan
Erscheinungsjahr: 2004
Deutscher Verlag: Egmont Manga & Anime

 

 

Inhalt
Aki ist tot. Und Sakutaro steht nun ohne sie da und erinnert sich daran zurück, wie sie sich kennen und lieben gelernt haben.

Hintergrundinfo
Der Manga basiert auf dem Roman „Sekai no chûshin de ai wo sakebu“, dem erfolgreichste Roman Japans.


Eigene Meinung

Inhaltlich
Ich habe den Band gekauft, nachdem mir mehrfach berichtet wurde, wie traurig die Geschichte ist. Und ich muss zugeben, dass das Ende sogar mir ein paar Tränen entlocken konnte. Obwohl die Handlung direkt damit beginnt, dass Akis Tod erwähnt wird, bleibt die Stimmung bis kurz vor dem Ende eher fröhlich, was an Akis lebensfrohem Charakter liegt, den sie auch dann noch behält, als sie bereits schwer krank im Krankenhaus liegt.

Es wird die junge Liebe zweier Teenager dargestellt, wie man sie aus vielen anderen Geschichten kennt. Erst als Akis Krankheit in den Vordergrund rückt und sich Sakutaro mit seinen 17 Jahren damit konfrontiert sieht, einem geliebten Menschen hilflos beim Sterben zuzusehen, ändert sich die Grundstimmung des Manga. Wie es ausgeht weiß man schon seit der ersten Seite, dennoch rührt das Ende zu Tränen. Ich fand die Geschichte sehr ehrlich erzählt, vermutlich ist es gerade deswegen so emotional.

Da es sich nur um einen Einzelband handelt, schreitet die Handlung allerdings sehr schnell voran. Manchmal, gerade zu den noch glücklichen Zeiten von Aki und Sakutaro, hätte ich mir etwas mehr Zeit erhofft. Das hätten die beiden definitiv verdient gehabt.

Zeichenstil
Der Zeichenstil sagt mir nicht unbedingt zu. Viel zu oft sieht alles aus, als wäre es in wenigen Minuten hingeschmiert worden. Proportionen, vor allem im Gesicht, passen oft nicht. Oder die Geschichtsausdrücke sehen merkwürdig und leicht unpassend aus. Auch ältere Menschen gelingen der Zeichnerin nicht gut: sie sehen viel zu jung aus, auch wenn sie Falten haben. Auch gestört haben mich die großen, runden Augen bei allen Menschen. Bei einem jungen Mädchen wie Aki passt so was ja noch, aber bei älteren Menschen oder vor allem Männern kam es nicht so gut rüber. (Auch wenn solche Augen typisch für Manga sind, fielen sie mir hier besonders störend auf.) Dabei kann die Manga-ka gut zeichnen, wie man auf einigen (leider eher wenigen) Zeichnungen sehen kann, auf denen Aki wirklich hübsch aussieht.

Auch Hintergründe wurden nur dann gezeichnet, wenn es unbedingt notwendig war, z.B. um darzustellen, wo sich die Charaktere gerade befinden. Ansonsten wurde viel mit weißen Flächen und Rastern gearbeitet. Die Seiten wirken dadurch zwar etwas leer, aber man wird auch nicht optisch von den Geschehnissen abgelenkt. Daher fällt all die Leere eigentlich nur wenig auf.

Fazit
Wenn man über die optischen Fehler hinweg sieht, bekommt man eine traurige Geschichte zu lesen, in der eine Krankheit zwei Menschen viel zu früh voneinander trennt. Gerade das Zusammenspiel von glücklichen und schweren Zeiten macht den Manga für mich lesenswert. Und da es nur ein Einzelband ist, kann man ohnehin kaum etwas falsch machen.

 

Bewertung: ★★★★☆

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