B.A.D. (Rezension)

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© Coverrechte: Egmont Manga und Anime

 

 

Originaltitel: B.A.D.
Autor: Keishi Ayasato
Art: Sousou Sakakibara
Charakterdesign: kona
Bände: 2
Japanischer Verlag: Kadokawa
Erscheinungsjahr: 2013
Deutscher Verlag: Egmont Manga & Anime

 

 


Inhalt

Odagiri liegt im Sterben vor einem Tempel auf dem Boden, als er von der mysteriösen Azaka Mayuzumi gefunden und geheilt wird. Azaka läuft stets in einem Gothic-Lolita-Kleid mit einem roten Papierschirm herum und isst fast ausschließlich Schokolade. Sie führt eine Detektei für übernatürliche Fälle und ernennt Odagiri zu ihrem neuen Gehilfen. Da dieser noch immer unter Schmerzen leidet, begleitet er Azaka vorerst, denn sie kann die Schmerzen lindern. Schnell stellt sich heraus, dass die übernatürlichen Dinge keine Einbildung sind und Odagiri durch Geschehnisse in seiner Vergangenheit eng damit zusammenhängt…

Eigene Meinung

Inhaltlich
Lange Zeit bleiben viele Details der Handlung im Dunkeln, z.B. woher Azaka ihre übernatürlichen Kräfte hat oder was es mit Odagiris Bauchschmerzen und den Geschehnissen seiner Vergangenheit auf sich hat. Alles baut sich langsam weiter auf, bis nach und nach Geheimnisse gelüftet werden. An sich gefällt mir diese Art der Erzählung, wenn nicht von vornherein alles offensichtlich ist, aber in diesem Manga fand ich es zu verwirrend dargestellt. Dies liegt unter Anderem auch daran, dass zu viel angedeutet wird und zu vieles geschieht, was anfangs anders wirkt, als es tatsächlich sein soll. B.A.D. zu lesen und der Handlung zu folgen, fand ich dadurch stellenweise mehr anstrengend, statt spannend. Ungefähr in der Mitte von Band 2 findet dann auch noch ein kleiner Zeitsprung statt, nach dem zwei neue Charaktere dazu kommen, die vorher nie erwähnt wurden und dann auch nur kurz vorgestellt werden, was ich so kurz vor dem Ende der Reihe etwas überflüssig fand. Vor allem da auch jede x-beliebige andere Person mit weniger Hintergrundgeschichte diese hätte ersetzen können. Möglicherweise sollte es dadurch etwas interessanter werden, mich hat es aber eher gestört.

Mit den Hauptcharakteren Azaka und Odagiri konnte ich auch nicht recht warm werden. Azaka ist durchgehend sehr kalt und teilweise grausam, verweigert oftmals Hilfe oder taucht erst in letzter Sekunde auf. So gut wie nie erklärt sie sich und macht höchstens ein paar Andeutungen. Ich fand sie recht unsympathisch. Odagiri konnte ich fast noch schlechter nachvollziehen als Azaka. Stets will er anderen helfen, wenn es dann hart auf hart kommt setzt sich aber meistens doch sein Ego durch und er denkt wieder nur an sich. Hinterher macht er sich dann oft Vorwürfe oder gibt Azaka die Schuld, nicht geholfen zu haben. Ob er irgendwie ein Leben neben Azaka hat, bleibt auch im Dunkeln. Es wird nur von seiner Vergangenheit berichtet, die ihn zu Azaka geführt hat. Familie hat er wohl nicht und wenn doch, vermisst sie ihn offenbar nicht.

Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist die Gewalt und Grausamkeit, die in fast jedem Kapitel irgendwie auftaucht – mal stärker, mal schwächer. Es ist demnach nicht verwunderlich, dass der Manga ab 16 Jahren eingestuft ist. Ein paar Szenen sind auf jeden Fall nichts für schwache Nerven.

Zeichnerisch
Während Azaka immer aufwändige Gothic-Lolita-Kleider trägt, sind die anderen Charaktere eher schlicht gehalten. Auch die Gesichter sind nicht immer mühevoll gezeichnet. Gerade Odagiris Gesicht sieht oftmals kurz hingekritzelt aus, mit recht dicken Linien, die die Augen fast wie schwarze Flecken wirken lassen. Dafür sind die Hintergründe meist detailliert und oft vorhanden und vor allem die düsteren, teils grausamen oder gruseligen Szenen sind gut in Szene gesetzt.

Fazit
Ein Mystery-Manga, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Zwar war es vom Konzept her gut und hatte Potential, das meiner Meinung nach aber zu schlecht ausgeschöpft wurde. Sympathischere Charaktere und etwas weniger Verwirrung hätten ein deutliches Plus geben können und wären sicher nicht allzu schwer umzusetzen gewesen. Mir gefiel dennoch, dass es nicht 0815 war und einige Geschehnisse (sobald man sie verstanden und zugeordnet hat) überraschend waren.

Bewertung: ★★★☆☆

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Ein Gedanke zu “B.A.D. (Rezension)

  1. Schade, vom Inhalt und von der Zeichnung her, klang das Manga sehr interessant. Aber im Endeffekt glaube ich nun nicht mehr daran, dass es mich überzeugen könnte.

    Liebe Grüße
    Cindy

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