Hot Roomer (Rezension)

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© Coverrechte: Egmont Manga und Anime

 

 

Titel: Hot Roomer
Originaltitel: Gokujou Danshi to Kurashi Temasu
Autor: Haruko Kurumatani
Bände: 2
Japanischer Verlag: Shogakukan
Erscheinungsjahr: 2007
Deutscher Verlag: Egmont Manga & Anime

 

 

 

Inhalt
Die 16-jährige Ruki ist ein richtiger Shojo-Manga-Otaku und schwärmt besonders für ihren Helden Shun, der für sie den perfekten Freund darstellt. Doch leider steht Ruki in der Realität noch ohne Freund da. Rukis Mutter findet, dass sich an diesem Zustand etwas ändern sollte und lässt kurzerhand einen Untermieter einziehen. Und der sieht Shun verdammt ähnlich! Ruki fällt es sofort schwer, sich zu beherrschen und die etwas aufdringliche, dreiste Art von Senri-kun (der Shun-Doppelgänger) plus die Tatsache, dass Rukis Mutter mit ihrem neuen Liebhaber verreist und ihre Tochter alleine mit dem Jungen lässt, sorgen für ordentlich Liebeschaos.

Eigene Meinung

Inhaltlich
Rukis Otaku-“Anfälle“ sind schon recht witzig zu lesen und dass Senri-kun das anfangs immer auszunutzen versucht und Ruki dadurch hin- und hergerissen ist, was sie denn nun wirklich will ist ebenfalls stellenweise sehr unterhaltsam. Leider bietet der Manga aber nicht viel mehr. Die Charaktere, die im Laufe der kurzen Handlung fast schon massenhaft auftreten (denn plötzlich will jeder gutaussehende Kerl was von Ruki) bleiben oberflächlich. Richtige Emotionen sucht man vergeblich. Zwar schwankt Ruki immer wieder zwischen verliebt, zweifelnd und Otaku, doch das erscheint mehr als Mittel zum Zweck, um die Handlung abwechslungsreich zu gestalten. Richtiges Drama gibt es schließlich nicht. Jedes sich anbahnende Problem wird mit einem „Ich liebe dich“ wieder vergessen. Das Gefühl, dass Ruki nur in Senri-kun verliebt ist, weil dieser Shun so ähnlich sieht und zufällig als erster Junge was von ihr wollte, verschwand bei mir bis zum Ende nicht. Zudem verhielt sich Senri-kun immer dann plötzlich super nett und verliebt, wenn Ruki anfing, an ihm zu zweifeln. Was ich allerdings mal als nette Abwechslung aufnahm, war dass mit dem Thema Sex schon sehr locker umgegangen wurde, obwohl es ein Shojo-Manga ist. Man kennt es aus solchen Werken ja eher, dass das entweder nie angesprochen wird oder sich das Mädchen total sträubt und der Junge aus Liebe zu ihr auf alles sexuelle verzichtet. 😉

Zeichenstil
Es handelt sich um einen typischen Shojo-Stil mit großen Augen, wallendem Haar und vielen glitzernden Rasterhintergründen. Dabei sticht der Stil aber nicht sonderlich hervor. Er ist recht schlicht gehalten und Proportionen stimmen oftmals nicht. Vermutlich ist es eines der ersten Werke der Manga-ka. Wirklich negativ auffallen tut er aber auch nicht. Wer den typischen Shojo-Stil mag, wird hiermit sicherlich keine Probleme haben. Hintergründe sind wie gesagt entweder Rasterfolien mit Glitzereffekt oder irgendwelchen Mustern oder meist schlicht gehaltene Umgebungsdarstellungen.

Fazit
Wirklich weiter empfehlen kann ich den Manga wohl nicht. In der zweibändigen Reihe bleiben die Charaktere oberflächlich und die Handlung weist zwar viel hin und her auf, aber keine richtige Spannung. Wer aber eine kurzweilige, teilweise witzige Unterhaltung sucht, könnte hier richtig sein.

Bewertung: ★★☆☆☆

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© Coverrechte: Egmont Manga und Anime